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Spendenlauf

Wir engagieren uns für das "Projekt Omnibus" beim Sponsorenlauf

Jedes Jahr findet an unserer Schule der Sponsorenlauf statt. Dabei suchen sich die Kinder im Vorfeld unter ihren Eltern, Freunden und Bekannten "Sponsoren". Diese erklären sich bereit, den Kindern pro gelaufener Runde einen vereinbarten Geldbetrag oder einen Festbetrag zu spenden.

Am Tag des Sponsorenlaufen gehen die Kinder dann mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zum Sportplatz und laufen 20 Minuten lang je nach Ausdauer Runden um den Sportplatz. Für jede abgeschlossene Runde erhalten die Kinder einen Stempel, die am Ende addiert werden. Daraus errechnet sich der jeweilige Spendenbetrag.

Seit drei Jahren unterstützen wir mit den "erlaufenen" Geldern das "Projekt Omnibus".

Zur Feier des 30jährigen Jubiläums hat unsere AG Film unter der Leitung von Frau Ferstl ein Video aufgenommen. Sehen können Sie dieses unter folgendem Link:

http://www.projekt-omnibus.de/

 

Die franziskanische Stiftung „Projekt Omnibus“ – ein Zuhause auf Zeit

 Es dürfte nur wenige Menschen geben, die sich nicht in folgende Situation hineinversetzen können: Ein Kind ist krank. Es leidet an einer ihm unbegreiflichen Situation. Es leidet unter Schmerzen und fühlt sich nicht wohl. Und die Eltern leiden mit. Sie suchen nach Hilfe, hoffen in schlaflosen Nächten auf medizinischen Beistand, bangen in den Wartezimmern der Ärzte und in den weitläufigen Fluren der Krankenhäuser um die therapeutischen Erfolge.

Aber nicht nur Eltern, auch die Geschwister und Angehörigen sind mit betroffen. Das Lebensgefühl einer ganzen Familie ist gestört, die gewohnte Ordnung kommt aus dem Tritt. Die belastenden Sorgen überlagern alles Lachen, machen für die Betroffenen eine gelöste Lebenshaltung unmöglich.

Krankenhäuser sind in der Regel Stätten des Leids. Gewiss geben sie auch vielfältigen Hoffnungen Raum, aber sie sind auch Orte, die Hoffnungen zerstören und dadurch zu Quellgründen tiefster Traurigkeit werden können. Und Kinderkrankenhäuser sind Orte, die solche seelische Eindrücke noch verstärkt vermitteln.

Eltern wollen meist beim Kind oder zumindest in der Nähe bleiben. Sie wollen helfen, dem Kind die Angst vor der neuen Situation zu nehmen. Da sind die ständig wechselnden Personen, die es zwar gut mit ihm meinen, die aber dennoch – auch im Zusammenwirken mit den Therapieeinrichtungen in den Behandlungsräumen – Ängste auslösen. Da wirkt das Dasein einer vertrauten Person stabilisierend und helfend für Kind und Therapie. Die Älteren unter ihnen werden vielleicht noch selbst erfahren haben, dass die ständige Anwesenheit eines Elternteils beim Kind in der vergangenen Zeit nicht selbstverständlich war und erst durch die Elterninitiative „Kind im Krankenhaus“ und durch weitsichtige Ärzte und Schwestern in den achtziger Jahren durchgesetzt wurde. Wenn Eltern beim Kind übernachten wollen, wird nun vielfach eine Notliege aufgebaut oder eine Übernachtung ist überhaupt nicht möglich. Damit ergibt sich für die Eltern, gerade wenn sie von auswärts kommen, ein weiteres Problem: neben der Sorge um das kranke Kind müssen sie nun auch noch für sich selbst eine Unterkunft besorgen.

Diese Not fiel dem seit 1982 als Klinikseelsorger arbeitenden Pater Michael Först auf. Sein Seelsorgekonzept war nicht nur auf das kranke Kind gerichtet, sondern auch auf die besorgten Angehörigen. Immer und immer trieb ihn die Frage um, wie er denn die Mütter und Väter von solch unnötigen Sorgen entlasten könnte. Durch seine verschiedenen Kontakte in der Klinik gelang es ihm, zum 1.1.1985 gegenüber der Kinderklinik eine Wohnung anzumieten, in welcher die Mütter und Väter kostenlos Aufnahme finden konnten. Unter einfachsten Bedingungen wurde hier gelebt.

Das gemeinsame Leben der Eltern und das Erleben dessen, wie die finanzielle Unterstützung zustande kommt, brachte dann auch den Namen hervor: „Omnibus“, dieses lateinische Wort bedeutet „für alle“ und „durch alle“. Im Jahr 1995 wurde von dem Architekten Jürgen von Gagern ein Neubau in der Lindwurmstraße 79 geplant. Schon in der Planungsphase konnte P. Michael zwei Stockwerke reservieren und für die Bedürfnisse des Projekts Omnibus planen lassen. Im dann noch erworbenen dritten Stock stehen Wohnungen für Mitarbeiter und Familien zur Verfügung, deren Kind einen längeren Aufenthalt in der Klinik benötigt. Im Frühjahr 1999 konnten die neuen Räumlichkeiten bezogen werden. „Alle Eltern unter einem Dach“ – der Traum von P. Michael ging in Erfüllung, obwohl er selbst dies nicht mehr miterleben konnte. P. Michael Först verstarb im Mai 1998. Heute leitet das Haus Pater Engelbert Petsch

Der Aufenthalt ist kostenlos, das Projekt Omnibus trägt sich durch Spenden. Wie die Eltern ihren Aufenthalt gestalten, bleibt weitgehend ihnen überlassen. Sie können sich einem gemeinsamen Frühstück und Abendessen anschließen oder auch für sich bleiben und im Aufenthaltsraum essen, soweit sie nicht das von der Kinderklinik angebotene Essen wahrnehmen. Im Wohnzimmer der Altbauwohnung findet sich abends immer jemand zum gegenseitigen Erzählen, entweder mit Mitarbeitern des Projekts oder auch Eltern, die den Abend im gemeinsamen Gespräch untereinander ausklingen lassen möchten.

Zur Aufarbeitung des oft traumatischen Geschehens eines Unfalls oder einer schweren Behinderung seit Geburt stehen P. Engelbert und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Gerade diese begleitenden Gespräche stellen einen wichtigen Teil der Arbeit im Projekt „Omnibus“ dar. In konkreten Gesprächen, oft auch mit anderen betroffenen Eltern, erwächst Mut, die Herausforderung der Krankheitssituation des Kindes anzunehmen und damit zu bewältigen. Ein Dank sei an dieser Stelle allen Unterstützern unserer Stiftung gesagt.

   Die neu gebauten Wohnungen in der Lindwurmstraße 79.

 

 

 


 

 

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